Fastenzeit: neue Routine statt Verzicht

40 Tage schreiben

Als ich heute morgen auf Instagram geschmökert habe, begegneten mir in den Posts desöfteren Vorsätze für die Fastenzeit: Verzicht auf Süßes, Alkohol, Kaffee oder Autofahrten etc. Klar, ich habe auch solch einen Vorsatz für die Fastenzeit, nämlich auf Fleisch und Wurst zu verzichten und mehr Gemüse zu essen, doch darum soll es hier nicht gehen.

Mir kam nämlich heute morgen der Gedanke, zusätzlich zu einem „Negativvorsatz“, also etwas nicht zu tun bzw. zu verzichten, ich mir auch etwas aktiv vornehmen könnte. So fasste ich den Entschluss, 40 Tage lang, jeden Tag zu schreiben, mindestens 10 Minuten, gern auch länger.
Das kann ein Blogartikel sein, wie dieser hier, oder ein Post für Instagram, Facebook und Co. Das kann ein Brief oder eine Mail an eine Freundin sein, oder ein längerer Artikel oder was auch immer. Nur alltägliche Kommunikation, die eh erledigt werden muss, zählt nicht.

Weshalb ich das mache?

Schon seit längerem versuche ich für mich eine Schreibroutine zu etablieren. Mein Ziel ist, regelmäßig meinen Blog zu befüllen. Das hat Ende letzten Jahres mit den #10minBlog-Artikeln sehr gut geklappt. Doch in diesem Jahr habe ich erst einen Artikel geschrieben, immer sind andere Dinge scheinbar wichtiger und das will ich nun angehen. Zudem habe ich letztes Jahr auch gemerkt, wie viel Spaß mir das Schreiben macht und wie viel leichter es wird, wenn ich es regelmäßig mache. Und da will ich wieder hin.
Die Sehnsucht verspürte ich wieder als ich letzte Woche den Podcast „Deutschlandrundfahrt“ vom Deutschlandfunk Kultur hörte. Die wunderbare Doris Dörrie flanierte mit der Redakteurin durch Schwabing, erzählte u.a. von ihrem neuen Film und von ihrer Arbeit als Autorin. Sie berichtet, dass sie Schreiben als eine Art Sport ansieht, wo es gilt den Schreibmuskel zu trainieren. Ähnlich wie beim Joggen sei es gar nicht so einfach sich aufzuraffen, aber dann schlussendlich fühlt man sich stolz und glücklich danach, wenn man gejoggt sei. Es gelte, „sich die Übung des Schreiben sich anzueignen“ wie sie sagt. Und es dann in seltenen Momenten eben passiere, dass man das Gefühl habe „es schreibt mich statt ich schreibe es“. Ja genau.

Ich werde berichten und wenn es klappt, werden Sie in den kommenden Wochen auch hier wieder mehr Lesefutter haben.
Und welche Vorsätze haben Sie für die Fastenzeit?