Blockade? So kommen Sie mit dem Inneren Team wieder ins Tun

Kennen Sie das? Sie stecken  bei einem Thema oder Projekt fest?
 Sie fühlen sich blockiert und haben das Gefühl, Sie machen es sich selber schwer?
 Egal, was Sie machen, Sie kommen einfach nicht voran, obwohl Sie eigentlich Feuer und Flamme für Ihr Projekt waren?

Faule Socke! vs. Ein Teil von mir ist faul.

Und die Selbstgespräche laufen immer mehr in Richtung Selbstbeschimpfung?
„Du bist einfach faul!“ „Ich schaffe nie was.“
Wahrscheinlich kennt jeder von uns Dialoge, die in diese Richtung gehen. Und ganz ehrlich, damit fühlen wir uns auch nicht besser, ganz im Gegenteil. Ins Arbeiten jedenfalls hat so eine Pauschalverurteilung noch niemanden gebracht. Wie wäre es stattdessen mal zu sagen „Ein Teil von mir ist faul.“ Oder „Ein Teil von mir hat Angst, dass ich es nicht schaffe, das Projekt zu realisieren.“?

Das Innere Team

Und es stimmt sogar! Wir alle haben die verschiedensten Persönlichkeitsanteile in uns, die wir uns im Lauf des Lebens erworben haben. Friedemann Schulz von Thun (siehe auch den Artikel über sein Vier-Ohren-Modell) hat hier den Begriff des Inneren Teams geprägt. Man kann sich das Innere Team vorstellen wie eine Fußballmannschaft. In jeder Situation sind einige Mannschaftsmitglieder im Einsatz, manchmal ohne, dass wir es wollen. Manche sitzen auf der Ersatzbank und kommen erst später zum Einsatz. Ein paar drängen sich in den Vordergrund, einige halten sich zurück oder spielen erstmal unentdeckt mit.
Im Idealfall sind Sie das Oberhaupt, der Kapitän sozusagen. Sie kennen Ihre Spieler und wechseln im Zweifel auch mal einen aus oder holen sich einen bestimmten Anteil ins Team. Und bringen im Konfliktfall die wichtigsten Spieler miteinander in Kontakt.

Haben Sie Lust Ihr Inneres Team kennenzulernen?

Was Sie brauchen, ist etwas Zeit, in der Sie ungestört sind, und etwas zu schreiben.
Holen Sie sich nun die Situation, an der Sie gerade knabbern und nicht vorwärts kommen, vor Ihr geistiges Auge, z.B. wie Sie am Schreibtisch sitzen oder gerade nicht am Schreibtisch sitzen und beobachten Sie, welche Stimmen in Ihnen auftauchen.
Nur so als Beispiel:
„Nun tu doch endlich was!“
„Faule Socke!“
„Wenn es schief geht, was dann?“
„Das kannst Du nicht.“
„Schau mal, andere sind viel weiter.“
„Ich hab richtig Lust, mich eingehender mit xy zu beschäftigen.“
„Du könntest doch mal xy ausprobieren.“

Wahrnehmen ohne Bewerten

Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Sammeln Sie einfach, was bei Ihnen so auftaucht und vor allem, lassen Sie alles zu. Ohne zu bewerten. Sie werden sehen, jede Stimme hat ihre Berechtigung und steht für ein wichtiges Bedürfnis, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint. Geben Sie dann den einzelnen Stimmen Namen.
Wenn Sie das Gefühl haben, nun sind alle Stimmen gehört und notiert worden, dann lesen Sie sie noch mal in Ruhe durch und lassen Sie sie auf sich wirken.
Was fühlen Sie dabei?
Welche Stimmen sind gerade führend?
Welche sind Ihnen bekannt, welche ist neu?
Was ist den einzelnen Stimmen wichtig? Wofür treten sie ein?
Und was brauchen sie, damit Sie in Ihrem Projekt vorwärts kommen?

Verhandlungssache

Sie können das die einzelnen Stimmen fragen und wenn es Konflikte zwischen einzelnen Stimmen gibt, diese miteinander verhandeln lassen. Leichter geht das, wenn Sie für die einzelnen Stimmen Platzhalter haben, sei es Schreibtischutensilien oder Playmobilfiguren.

Systembrett

Manchmal reicht es schon, wenn eine Stimme, die bislang blockiert hat, gehört wird. Manchmal ist mehr Verhandlung notwendig. Wichtig ist, dass Sie – wie bei einem Teammeeting – zu einer Art Ergebnis kommen, mit dem alle Konfliktpartner einverstanden sind.
Nehmen Sie sich auch in den folgenden Tagen, wenn Sie an Ihrem Projekt weiterarbeiten, immer mal wieder Zeit, die einzelnen Stimmen zu hören. Es lohnt sich.

Workshop am 21. April 2016

Mehr über Ihr Inneres Team erfahren, können Sie bei unseren Workshops Mehr Klarheit gewinnen mit dem Inneren Team. Mehr dazu finden Sie hier.

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Manuela, toll das Du zu diesem wirklich genialen Werkzeug diesen Beitrag geschrieben hast. Die Arbeit mit den inneren Team kann wirklich wahre Wunder bewirken und ich arbeite deswegen sehr gerne damit. Bin gespannt auf Deinen Workshop dazu, wenn ich Zeit habe bin ich gern dabei.

    Viele Grüße Martina

    1. Liebe Martina,

      für Dich ist immer ein Plätzchen frei. Freuen uns, wenn Du dabei bist.

      Herzliche Grüße
      Manuela

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